Christus bezeugen. GEMEINSAM!


ACK Köln: Ökumenischer Gottesdienst
mit Neujahrsempfang in St. Maria im Kapitol



Foto: Einzug der Kölner ACK. Christus bezeugen. GEMEINSAM! - Dieses Motto hatte die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Köln (ACK) für ihren ökumenischen Gottesdienst zum Neujahrsempfang gewählt. Die Vertreter der verschiedenen christlichen Konfessionen in der Stadt Köln wollen damit ihre gemeinsame Aufgabe, die Christen vor der Welt haben, zum Ausdruck bringen. EV


Die Kölner ACK hatte in diesem Jahr zum ökumenischen Neujahrs-Gottesdienst in die schönste romanische Kirche Kölns - zu St. Maria im Kapitol - eingeladen.Diesem Ruf sind wie jedes Jahr sehr viele ÖkumenikerInnen gefolgt. Mit anderen Worten: Der große Kirchenraum von St. Maria im Kapitol war zum Bersten gefüllt, einige Stehplätze mussten in Anspruch genommen werden. Ein hoffnungsvolles Bild der Kölner Ökumene und ihrer ökumenischen Basis!

Zum Beginn des ökum. Gottesdienstes – nachdem die Geistlichen der Kölner ACK eingezogen waren – begrüßte der Vorsitzende der ACK, Pfr. Monsignore Rainer Fischer, die große anwesende Gemeinde. Die Orgel führte in einer mächtig dargebotenen Variation zum ersten gemeinsamen ökumenischen Lied: „Sonne der Gerechtigkeit“  (EG 262, 1-7):


1) Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unsrer Zeit;
brich in Deiner Kirche an, dass die Welt es sehen kann.
Erbarm Dich, Herr.
2) Weck die tote Christenheit aus dem Schlaf der Sicherheit,
dass sie Deine Stimme hört, sich zu Deinem Wort bekehrt.
Erbarm Dich, Herr.

3) Schaue die Zertrennung an, der sonst niemand wehren kann;
sammle, großer Menschenhirt, alles, was sich hat verirrt.
Erbarm Dich, Herr.

4) Tu der Völker Türen auf;
Deines Himmelreiches Lauf hemme keine List noch Macht.
Schaffe Licht in dunkler Nacht.
Erbarm Dich, Herr.

5) Gib den Boten Kraft und Mut, Glauben, Hoffnung, Liebesglut,
lass Du reiche Frucht aufgehn, wo sie unter Tränen säen.
Erbarm Dich, Herr.

6) Lass uns Deine Herrlichkeit sehen auch in dieser Zeit
und mit unsrer kleinen Kraft üben gute Ritterschaft.
Erbarm Dich, Herr.

7) Lass uns eins sein, Jesu Christ, wie Du mit dem Vater bist,
in Dir bleiben allezeit, heute wie in Ewigkeit.
Erbarm Dich, Herr.


Der beeindruckende Schall der Orgel (Organist Benno Nießen) spiegelte sich im Gesang der Gemeinde wider.

"Lasst euch nicht von dem Ziel abbringen"


Predigt: Dr. Walter Klaiber,
Altbischof der evangelisch-methodistischen Kirche, Deutschland


Können sich Menschen verändern und Institutionen bekehren?
Bischof Klaiber - mittlerweile im Ruhestand - stellte in seiner Predigt die Fragen am Motto der Gebetswoche. „Wir werden alle verwandelt durch den Glauben an Jesus Christus“. Ob sich Menschen verändern können. Und nicht nur das: Ob eigentlich auch die Kirchen reformfähig seien und sich Institutionen bekehren können?
Auch für Kirchen gelte der Satz des Paulus: „Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht erben. Oder in den kirchlichen Sprachgebrauch übersetzt: Nicht Körperschaften des Öffentlichen Rechts, nicht Grundordnungen unserer Kirchen sind es, die Anteil bekommen an Gottes Reich, sondern die Gemeinschaft derer, die gemeinsam zu Christus gehören.“

Ist das Modell der versöhnten Verschiedenheit zu wenig an Veränderung orientiert?
Und dennoch kommt Klaiber zu der feststellenden Frage, ob „vielleicht das Modell der versöhnten Verschiedenheit, das in den letzten Jahren in die Kritik geraten ist, tatsächlich zu wenig dynamisch, zu wenig an Veränderung orientiert“ sei, „eine zu verlockende Versuchung, einfach weiter nebeneinander her zu leben und das als Einheit zu deklarieren.“

Weitere – für die Ökumene - bedeutungsvolle Fragen und Antworten entfaltete er in seiner Predigt und entwickelte eine Vision zum ACK-Motto: „Christus bezeugen. Gemeinsam!.“

Für die Kölner ACK und den in ihr verbundenen Kirchen und Gemeinden sowie allen für die Ökumene arbeitenden Schwestern und Brüdern spricht Klaiber nach „paulinischer Ermutigung" die Worte zu:
"Seid standhaft und unerschütterlich, lasst euch nicht von dem Ziel abbringen, gemeinsam in dieser Stadt für Christus Zeugnis abzulegen, und zwar nicht nur als einzelne Christen und Christinnen, sondern auch als Kirchengemeinden, die miteinander Wege suchen, wie sie gemeinsam das Zeugnis von der Liebe Gottes Menschen in dieser Stadt nahe bringen können."


"Weitergabe des Evangeliums" -sehr konkret verstanden
in Form von Weitergabe kleiner Taschenbücher (Markus-Evangelium) bei einem Segenszuspruch

Passend zum Appell seiner ausklingenden Worte folgte eine Zeichenhandlung der besonderen Art: Die ACK hatte in kleinem Taschenformat hunderte von Evangelien verteilt.  Die Gemeinde war eingeladen – ähnlich wie beim Wandelgang zum Abendmahl – vorne am Altar von vier Geistlichen ein kleines Exemplar des Markus-Evangelium mit einem Segenszuspruch in Empfang zu nehmen. Nicht, dass nicht jede Christin und jeder Christ wohl sowieso "mindestens vier Bibeln zu Hause hätte, davon drei Kinderbibeln", wie die ev. Pfarrerin Susanne Beuth scherzhaft vor der Verteilung vorausschickt, es sei vielmehr als Ermunterung zur Mission zu verstehen, jemandem, mit dem man ein gutes Gespräch geführt habe, ein „Wort des Lebens“ weiterzugeben.


Während des anschließenden gemeinsam gesprochenen „Vater unser“ hielt sich die Gemeinde an den Händen – auch über den Mittelgang des Kirchenschiffes hinweg, um damit auf die bestehenden Konfessions-Gräben aufmerksam zu machen und gleichzeitig die machtvolle Überwindung durch Jesus Christus.


Die Musikgruppe Musica Vita Pulheim

*  *  *  *  *  *  *

(weitere Fotos sind unten im Text zu sehen)

Nachstehend ist hier die komplette PREDIGT des Bischofs nachzulesen:

Liebe Schwestern und Brüder,

Ist Veränderung möglich? Das ist eine Frage, der wir uns immer wieder gegenüber sehen. Und wir stellen sie nicht selten mit einem besorgten Unterton. Können sich Menschen verändern? Können sich Institutionen bekehren? Sind Kirchen reformfähig? Denn dass sich Dinge ändern müssten, wenn wir wirklich in der Lage sein wollten, Christus gemeinsam zu bezeugen, das ist den meisten von uns klar. Aber sind wir fähig, uns zu verändern?
Das Thema für die diesjährige Gebetswoche, deren Programm von Geschwistern in Polen erarbeitet wurde, gibt eine mutige Antwort auf diese ängstliche Frage: Wir werden alle verwandelt durch den Glauben an Jesus Christus!  
Woher nehmen unsre Freunde in Polen den Mut zu einer solchen Behauptung?

Sie verweisen auf das, was Paulus in 1Kor 15,51-58 sagt. Ich lese die entscheidenden Verse aus diesem Abschnitt:
Seht, ich enthülle euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, aber wir werden alle verwandelt werden – plötzlich, in einem Augenblick, beim letzten Posaunenschall.
Die Posaune wird erschallen, die Toten werden zur Unvergänglichkeit auferweckt, wir aber werden verwandelt werden.
Gott aber sei Dank, der uns den Sieg geschenkt hat durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Daher, geliebte Brüder und Schwestern, seid standhaft und unerschütterlich, nehmt immer eifriger am Werk des Herrn teil und denkt daran, dass im Herrn eure Mühe nicht vergeblich ist.
Hier scheint nun freilich schon alles gelaufen zu sein. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg geschenkt hat, sagt Paulus fast triumphierend. Aber wenn wir auf uns schauen: Sehen so Sieger aus? Sieht man kritisch auf Kirche und Ökumene, möchte man eher von einem siegreichen Rückzug sprechen, wenn die Terminologie nicht so belastet wäre.
Dass Paulus gerade im 1. Korintherbrief so formuliert, ist ja auch ein wenig verwunderlich. Musste er doch gerade diese Gemeinde sehr eindringlich fragen: Meint ihr wirklich ihr seid schon am Ziel? Seid ihr schon zur Herrschaft gelangt? Und seine Antwort lautet: Wir sind doch noch nicht im Himmel. Wir sind noch auf dem Weg mit Christus. Wir werden uns noch bewähren müssen. Es genügt nicht, wenn wir im Geist schon mit Christus verbunden sind. Es ist nicht egal, was wir mit unserm Körper noch alles anstellen, wie das manche in Korinth meinten. Denn Christus will uns als ganze Menschen in die Gemeinschaft mit Gott stellen, uns mit Leib und Leben erlösen.
Das aber war genau der strittige Punkt, den Paulus in diesem 15. Kapitel des 1. Korintherbriefes klären will. Als griechisch denkende Menschen fragten die Christen in Korinth: Wie soll das denn geschehen? Wie sollen wir uns eine Auferstehung der Toten vorstellen? Mit was für einem Leib werden die Toten denn auferstehen?
Paulus hat sich den ganzen vorhergehenden Abschnitt gemüht, zu erklären, dass für ihn Auferstehung des Leibes nicht heißt, dass einfach unser jetziger Köper wiederbelebt wird. Gott hat viele Möglichkeiten, Leiblichkeit zu verwirklichen. Paulus ging es darum, dass nicht nur ein unsterblicher Teil unserer Existenz vor Gott tritt, sondern wir in einer neuen Weise mit allem, was wir waren, Gott begegnen werden.
Als Quintessenz formuliert er als Abschluss dieser Argumentationsreihe einen Satz, der zugleich die Überleitung zu unserem Abschnitt darstellt: Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht erben; das Vergängliche erbt nicht das Unvergängliche. Das heißt im Klartext: Das ewige Leben ist nicht einfach die Fortsetzung unseres jetzigen Lebens unter idealen Be-dingungen. Es geht nicht einfach weiter, wie es war, nur ein wenig schöner. Die Ewigkeit wird ganz anders sein, denn alles, was wir sind und waren, wird dann durch die Gegenwart Gottes bestimmt.
Darum ist Paulus das Sätzchen Wir werden alle verwandelt werden so wichtig, dass er es zwei Mal wiederholt. Er will den Christen in Korinth sagen: Gleich, ob wir bei der Wiederkunft Christi schon gestorben sind oder ob wir noch am Leben sein werden, es geht nicht einfach so weiter, wie es war. Die Begegnung mit dem lebendigen Gott bedeutet eine neue Existenz, für die Lebenden wie für die Toten.
Heißt das also: Veränderung ist möglich, aber erst in der Ewigkeit.

Das ist sicher nicht die Meinung des Paulus. Seine These ist gerade: Weil wir der großen Verwandlung in ein neues Leben mit Gott gewiss sind, darum können wir jetzt schon konkre-te Schritte zur Veränderung wagen. In Röm 6,4 weist Paulus die Christen in Korinth in diese Perspektive ein, die sich aus der Gemeinschaft mit Christus ergibt: Wir wurden mit ihm be-graben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben. Man dürfte hier auch übersetzen: so können wir auch als neue Menschen leben. Weil wir gewiss sind, dass wir mit ihm leben werden (V.8), können wir schon jetzt in der Wirklichkeit eines neuen Lebens unsern Weg gehen, wie das die Übersetzung der Zürcher Bibel formuliert.
Veränderung ist möglich, auch unter den Bedingungen unserer irdischen Existenz, auch in einem manchmal ziemlich schwachen und manchmal ziemlich anspruchsvollen Körper. Gerade weil wir um die große Verwandlung wissen, müssen wir nicht an den kleinlichen Absi-cherungsstrategien für unser jetziges Leben festhalten, können es ertragen, dass nicht immer alles beim Alten bleibt; im Gegenteil, es macht Freude, wenn wir Gewohnheiten und Verhält-nisse ändern können, um dadurch andern näher zu kommen, mit ihnen zu teilen.
Aber, was hat das nun alles mit Kirche zu tun und mit der Ökumene und dem Gebet für die Einheit der Kirche? Ehrlich gesagt, als ich zum ersten Mal die Vorgabe für den Predigttext für diesen Gottesdienst gesehen habe, habe ich auch überlegt: Was haben sich denn unsere polni-schen Geschwister wohl gedacht, als sie gerade diesen Text vorgeschlagen haben? Denn ers-tens geht es in ihm doch um das, was bei der Wiederkunft Christi geschehen wird, und wir wüssten gerne, was jetzt zu tun ist, und zweitens scheinen dabei die einzelnen Menschen im Blick und ihre Verwandlung vor Gott.
Immerhin, auch wir als Kirchen sind noch nicht am Ziel. Ich vermute, niemand von uns würde das behaupten. Auch wir warten, hoffentlich gemeinsam, dass Christus seine Kirche herrlich vor sich erscheinen lassen wird, ohne Flecken, Falten oder andere Fehler, heilig und makellos, wie wir in Eph 5,27 lesen.
Auch für Kirchen gilt der Satz des Paulus: Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht erben. Oder in den kirchlichen Sprachgebrauch übersetzt: Nicht Körperschaften des Öffentlichen Rechts, nicht Grundordnungen unserer Kirchen sind es, die Anteil bekommen an Gottes Reich, sondern die Gemeinschaft derer, die gemeinsam zu Christus gehören. Die Kirche des Reiches Gottes – wenn man denn dort noch von Kirche sprechen wird - , die unzählbare Schar aus allen Nationen, die Braut des Lammes – oder welche biblischen Bilder wir auch immer für diese Wirklichkeit nehmen – dieses Volk Gottes der Ewigkeit wird nicht einfach die Fortsetzung unserer jetzigen Kirchentümer unter idealen Bedingungen sein. Am Thron Gottes wird man unter Umständen nicht genau die Liturgie, die wir für richtig halten, in perfekter Ausführung singen. Ich erspare uns die alte Geschichte, dass es zwar in der Hölle Methodisten, Reformierte, Lutheraner oder Katholiken geben mag, aber nicht im Himmel, weil es dort nur solche gibt, die zu Christus gehören. Ich bin jedenfalls überzeugt, auch für uns als Kirchen gilt, wie werden, ja wir müssen alle verwandelt werden.
Das bedeutet ja nicht, dass wir die Ausprägung des Leibes Christi, in der wir jetzt leben, ge-ring schätzen oder verachten. Paulus hat ja auch die Bedeutung des irdischen Leibes nicht vernachlässigt, nur weil er an die Auferstehung eines neu geschaffenen Leibes glaubte. Im Gegenteil: Erst die Gewissheit der großen Verwandlung macht Veränderung möglich, auch in Kirchen und zwischen Kirchen. Wir erkennen: Unser Ist-Zustand ist nicht für die Ewigkeit gemacht. Was wir historisch als Kirche geworden sind, ist nicht Selbstzweck, sondern Werk-zeug, Werkzeug dafür, Christus gemeinsam zu bezeugen, und zwar durch Tat und durch Wort, durch die Art, wie wir unsere Gottesdienste feiern, und die Art, wie wir unsere Sozialarbeit gestalten, durch die Art, wie wir die Probleme unserer Zeit theologisch durchdenken und nach Lösungsmöglichkeiten suchen, und durch die Art, wie wir persönliche Frömmigkeit leben und anderen Hilfen anbieten, das auch selbst zu versuchen.
Da gibt es verschiedene Werkzeuge; aber das ist in jedem guten Werkzeugkasten so, und ist gerade kein Grund die Zusammenarbeit einzustellen oder auf dem niedrigst denkbaren Niveau zu halten. Paulus hat ja Ähnliches mit dem Bild vom Leib Christi und der Bedeutung der Ver-schiedenheit seiner Glieder gesagt. Wir zögern manches Mal – vielleicht zu Recht – dieses Bild vorschnell auf das Miteinander unterschiedlicher Konfessionen anzuwenden, denn Pau-lus hat daran sicher noch nicht gedacht, und wir sind auch vorsichtig zu behaupten, dass Gott wirklich diese Vielfalt gewollt hat. Aber wenn wir überzeugt sind, das Gott einst dieses ziem-liche Chaos, das wir da in seinem Namen veranstalten, in die Hand nehmen und uns alle zum vollkommenen Leib Christi und vollendeten Volk Gottes verwandeln wird, dann wird er das wohl nicht allein nach dem Modell einer einzigen Kirche tun, sondern wird den Reichtum all dessen, was er uns in unseren verschiedenen Kirchen trotz unserer Zersplitterung an Gaben und Erkenntnissen geschenkt hat, in eine neue Einheit integrieren.

Weil wir daran glauben, darum ist Veränderung möglich und nötig: Eine Veränderung, in der wir unsere Gaben und Erkenntnisse nicht mehr vor allem nutzen, um uns auf dem Markt der religiösen Sinnanbieter zu profilieren, sondern sie neu ausrichten, um damit unser gemeinsames Zeugnis zu stärken; eine Veränderung, in der wir auch fragen, ob Dinge, die wir als unaufgebbare Wahrheiten ansehen, nicht doch eher liebgewordene Gewohnheiten sind, auf die wir verzichten oder die wir neu gestalten können, wenn sie sich als Hindernis für mehr Gemeinsamkeit erweisen.
Vielleicht ist das Modell der versöhnten Verschiedenheit, das in den letzten Jahren in die Kritik geraten ist, tatsächlich zu wenig dynamisch, zu wenig an Veränderung orientiert, eine zu verlockende Versuchung, einfach weiter nebeneinander her zu leben und das als Einheit zu deklarieren. Wir brauchen das Modell einer im gemeinsamen Zeugnis und im gemeinsamen Dienst gelebten Verschiedenheit, das deutlich macht, dass die Grundlage dieses Miteinanders die Einheit ist, die wir in Christus haben und von der wir glauben, dass Gott uns vollends in sie hinein verwandeln wird, wenn er seine Sache zum Ziel führt.
Paulus schließt dieses Kapitel mit einem Satz, der zeigt, dass für ihn die Hoffnung auf die große und endgültige Verwandlung keineswegs bewirkt, die Hände in den Schoß zu legen und einfach zu warten, bis Er es wohl machen wird:
Daher, geliebte Brüder und Schwestern, seid standhaft und unerschütterlich, nehmt immer eifriger am Werk des Herrn teil und denkt daran, dass im Herrn eure Mühe nicht vergeblich ist.
Die Perspektive auf das, was Gott tun wird, hilft, im eigenen Bemühen um Veränderung und um Stärkung unseres gemeinsamen Zeugnisses nicht nachzulassen und nicht entmutigt aufzu-hören, wenn schnelle Erfolge ausbleiben.
Ich wage deshalb die paulinische Ermutigung aufzunehmen und für unsere Situation zu aktualisieren:
Daher, liebe Schwestern und Brüder in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln und den in ihr verbundenen Kirchen und Gemeinden: Seid standhaft und unerschütterlich, lasst euch nicht von dem Ziel abbringen, gemeinsam in dieser Stadt für Christus Zeugnis ab-zulegen, und zwar nicht nur als einzelne Christen und Christinnen, sondern auch als Kirchen-gemeinden, die miteinander Wege suchen, wie sie gemeinsam das Zeugnis von der Liebe Got-tes Menschen in dieser Stadt nahe bringen können.
Nehmt immer eifriger am Werk des Herrn teil, des Herrn, der unser gemeinsamer Herr ist. Er wird euch sagen, was er getan haben will, und euch zeigen, wo er schon wirkt und euch als Mitwirkende braucht.
Und denkt daran, dass eure Mühe nicht vergeblich ist –nicht weil es irgendwann eine Belohnung dafür gibt, sondern weil das, was wir gemeinsam in seinem Namen tun, nicht ohne Frucht bleiben wird, auch wenn man jetzt noch wenig von ihr sehen mag.
Amen.

*  *  *  *  *  *  *

Nach dem Gottesdienst versammelte sich die Gemeinde zum "gemütlichen Teil". Während des Neujahrsempfangs bei Wein und Kleingebäck kam ein sehr reger Austausch über "Gott und die Welt" in Gang. 




 

Text und Fotos: Esther Vietz

 

Die Jahreslosung
für 2012


Jesus Christus spricht:
Meine Kraft
ist in den
Schwachen
mächtig.


2. Korinther 12,9

Vorankündigungen

Die Ökumenischen Abendgebete
finden jeweils am letzten Sonntag im Monat um 18 Uhr in der [->] Antoniter-Kirche statt. Schildergasse 57,
50667 Köln


AntoniterCityKirche, Foto: Esther Vietz

_______________

Ökumenische
Abendgebete:


Immer am letzten
Sonntag im Monat
um 18.00  Uhr in der
Antoniter-Kirche

_______________

T E R M I N -VORSCHAU

_______________
Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus
Donnerstag, 26. 01. 2012
18.00 Uhr
AntoniterCityKirche,
Schildergasse 57
_______________
Vortrag Prof. Brosseder
Die Gemeinschaft der Kirchen und das Petrusamt der Einheit
Donnerstag, 26. 01. 2012
19.45 Uhr
Melanchthon-Akademie,
Kartäuserwall, Eintritt frei
_______________
Ökumenischer Vesper-Gottesdienst
mit Anne Geburtig und Br. Gereon Perse,
MusiK: ÖGuG-Schola "Boves Pentecostales"
18.00 Uhr
29.01.2012 - Sonntag
AntoniterCityKirche,
Schildergasse 57
_______________
Einladung zum Internationalen Ökumenischen Forum Trier 2012


30. Januar - 3.Februar 2012

"Und führe zusammen, was getrennt ist."

Das Internationale Ökumenische Forum ist eine Veranstaltung des Bistums Trier in Zusammenarbeit mit dem Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik Paderborn, der Evangelischen Kirche im Rheinland, den Mitglieds- und Gastkirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Rheinland-Pfalz und im Saarland, der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland sowie in Verbundenheit mit dem Rat Christlicher Kirchen im Großherzogtum Luxemburg.
_______________
Ökumenischer Aschermittwoch
22. Februar 2012
Antoniterkirche
und St.Peter 18.00 Uhr
_______________
Missionale 2012
Ermutigung zu missionarischer Gemeindearbeit
"Beziehungsweise Gott"
25. Februar 2012
13.30 - 19 Uhr
KölnMesse
Congress-Centrum Ost
______________
Weltgebetstag
2. März 2012
______________
ACK-Fahrt nach Trier
5. Mai 2012
______________
16. - 20 Mai 2012
Katholikentag in Mannheim
______________
12. Kölner  Ökumene-Tag
28. Mai 2012
____________
Ökumenischer Schöpfungstag

3. September 2012
______________
Gebet der Religionen

Interkulturelle Woche
24. September 2012
______________
Treffen der Vertreter ökumenischer Gruppierungen
(Basistreffen)

in Köln-Weiden
6. Oktober 2012
10 - 13.00 Uhr
______________
50 Jahre Zweites vatikanisches Konzil

11. Oktober 2012
Diverse Veranstaltungen dazu werden bekanntgegeben

_______________

Weitere ökumenische Termine
finden Sie hier bei
"Veranstaltungen"

_______________

Copyright © 2012 Glaube, Kirche, Ökumene: Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln / ACK Köln. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.